Hausbau und Renovierung, Experten Tipps verhindern teure Fehler
Der Bau eines neuen Hauses oder die Renovierung einer bestehenden Immobilie
kosten viel Geld. Viele Bauherren versuchen, die Kosten durch Eigenleistung zu senken. Das ist im Prinzip eine gute
Idee, doch ohne einen erfahrenen Experten an seiner Seite sollte kein Laie ein größeres Projekt in Angriff nehmen.
Handwerker erlernen ihre Berufe nicht ohne in Grund in einer jahrelangen Ausbildung. Hobby-Heimwerkern fehlt
hingegen einfach die Baupraxis, die in vielen Fällen für ordentliche Ergebnisse eine unverzichtbare Voraussetzung
ist.
Nicht jede Aufgabe im und am Haus kann von Laien gleich gut bewältigt werden. Insbesondere überall dort, wo
Gefahren lauern, sollte die Ausführung unbedingt einem Experten überlassen werden. Das gilt für Arbeiten an der
Elektrik ebenso wie für den Anschluss und die Wartung der Heizung. Fehler bei der Sanitärinstallation können
ebenfalls teuer werden, wenn es zum Beispiel als Folge von nicht fachgerechten Rohrverbindungen zu einem
Wasserschaden kommt. Dann ist nicht nur die vermeintliche Ersparnis durch die Eigenleistungen dahin, sondern man
zahlt bei der Beseitigung des Schadens noch drauf. Denn viele Versicherungen weigern sich, Schäden zu begleichen,
die durch unsachgemäße Verarbeitung entstanden sind. Für eine Schadensregulierung müsste eine Rechnung des
Fachhandwerkers vorgewiesen werden.
Wenn es um den Neubau oder die Sanierung eines Hauses geht, bleiben für jeden Bauherren oder Hausbesitzer genügend
Aufgaben übrig, die problemlos in Eigenregie erledigt werden können. Der Trockenbau mit Gipskartonplatten,
Tapezieren, Streichen und Fliesen gehört dazu. Ein gewisses handwerkliches Geschick ist allerdings auch hier
erforderlich. Wer sich mehr zutraut, der kann bei einem Neubau sogar bereits in der Rohbauphase ins Geschehen
eingreifen. Im Baustoffhandel bekommt man Steine, die sich dank eines Nut-und-Feder-Systems für den Selbstbau
eignen. Mit ihnen können mutige Häuslebauer ihre eigenen vier Wände mit Muskelkraft selbst hochziehen. Allerdings
gilt auch hier, dass sich niemand ohne fachkundige Hilfe an diese Aufgabe heran wagen sollte. Am besten engagiert
man einen erfahrenen Bauleiter, der alle Beteiligten in die Kunst des Mauerns einführt und jeden Tag auf der
Baustelle vorbeischaut. Sobald es komplizierter wird und Fragen der Statik berührt sind, zum Beispiel beim Einbau
von Tür- und Fensterstürzen, schlägt ohnehin die Stunde des Fachmanns.
Wie bei einem Neubau ist auch bei der Sanierung eines älteren Hauses in vielen Fällen Fachwissen unverzichtbar.
Experten erkennen Schwachstellen auf den ersten Blick und können ganz gezielt Tipps geben, welche Arbeiten erledigt
werden sollten. Besonders häufig geht es bei der Sanierung um eine Verbesserung der Wärmedämmung und um die
Ausbesserung bzw. Trockenlegung von feuchten Stellen. Vor allem in Kellern, die unzureichend gegen Feuchtigkeit
geschützt sind, kommt ein Laie ohne Expertenrat kaum weiter. Und auch bei der Wärmedämmung kommt es sowohl auf die
Auswahl des richtigen Materials als auch auf die korrekte Verarbeitung an. Wird hier gepfuscht, entstehen
Wärmebrücken – und diese Fehler müssen dann über eine höhere Heizkostenabrechnung bezahlt werden.
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